24.08.2026

Runder Tisch zur Verkehrsbelastung durch die A7 - LKW-Durchfahrtsverbot nicht durchsetzbar

Runder Tisch zur A7
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Runder Tisch zur A7

Nach dem Stadtratsbeschluss vom 06. August 2026 zur Durchsetzung eines Durchfahrtsverbots für Fahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgebiet auf dem Stadtgebiet hat die Stadt Bad Brückenau einen Runden Tisch zur Erörterung ihrer Interessen einberufen. An diesem Gespräch nahmen neben Erstem Bürgermeister Jan Marberg, Zweiter Bürgermeisterin Heike Kötzner und Kollegen der Stadtverwaltung die Autobahn GmbH, die PI Bad Brückenau, die Untere Verkehrsbehörde des Landratsamtes, das Staatliche Bauamt Schweinfurt, die VPI Schweinfurt-Werneck, das Bayerische Rote Kreuz und Kreisbrandrat Markus Ullrich teil.

Bürgermeister Marberg brachte eingangs die angespannte Ausgangslage und die Forderung nach einem Durchfahrtsverbot zum Ausdruck und nahm Bezug unter anderem auf die hohe Verkehrs-, aber auch Lärm- und Untergrundbelastung sowie die zeitlichen Verzögerungen zum Einsatzort, denen Feuerwehr und Rettungsdienst aufgrund des dichten Verkehrs ausgesetzt sind.

Im darauffolgenden Gespräch kristallisierte sich jedoch schnell heraus, dass ein Durchfahrtsverbot nicht realistisch und damit nicht durchsetzbar ist. Der Bedarf einer geeigneten Alternativroute (fernab des Verbleibens auf der Autobahn) kann ebenso wenig abgedeckt werden wie eine Kontrolle der Fahrzeuge. Bürgermeister Marberg brachte auch noch einmal das Aufstellen einer Ampelanlage am Schwaneneck ins Gespräch; hiervon wurde jedoch abgeraten, da dies zu einem weiteren Anwachsen der Stauenden führen würde.

In Summe sind die angeführten Gründe nicht ausreichend, um ein Durchfahrtsverbot genehmigt zu bekommen – die bislang ergriffenen Maßnahmen (Umleitungen, Pressemitteilungen, Radiomeldungen, ggf. Google Maps) bleiben bis zum Ende der Sanierung der Talbrücke der A7, die jene Verkehrsstromverschiebungen in Richtung Bad Brückenau hauptsächlich auslöst, bestehen.

Abschließend zur Erörterung kam die Verzögerung beim Ausrücken zu Einsätzen, die die Freiwillige Feuerwehr momentan vernimmt. Hier wäre das äußerste Mittel die Einrichtung eines entlastenden, aber kosten- und organisationsintensiven Bereitschaftsdienstes. Die Verwaltung wird die Frage, wer für die Kosten eines derartigen Dienstes aufkommt, gesondert klären.

Die zeitliche Kulisse hat sich indes nicht verschoben: Ab November sollen die Verstärkungsarbeiten an der Talbrücke sowie die Fahrbahnsanierungen abgeschlossen sein, sodass sich die Verkehrslage innerstädtisch wieder entspannen wird.
Die Stadt und Bürgermeister Marberg führen den Kontakt mit der Autobahn GmbH und den weiteren Beteiligten wie gehabt kontinuierlich fort.